Hypogonadismus beim Mann

Privatklinik Hellge behandelt männlichen Hypogonadismus, die Unterfunktion der Hoden, bei der zu wenig Testosteron gebildet wird.

Was ist Hypogonadismus?

Hypogonadismus ist die Unterfunktion der Keimdrüsen. Beim Mann bedeutet das, dass die Hoden zu wenig Testosteron, zu wenige Samenzellen oder beides bilden. Im Alltag wird der Begriff meist gleichbedeutend mit Testosteronmangel verwendet. Bei der Frau beschreibt Hypogonadismus eine Unterfunktion der Eierstöcke; diese Form behandelt Privatklinik Hellge nicht.

Welche Formen von Hypogonadismus gibt es?

Hypogonadismus wird nach dem Ort der Störung in zwei Hauptformen unterschieden. Die Laborwerte LH und FSH zeigen, welche Form vorliegt.

FormOrt der StörungLH und FSHBeispiele
Primärer (hypergonadotroper) HypogonadismusHodenerhöhtKlinefelter-Syndrom, Hodenentzündung, Chemotherapie
Sekundärer (hypogonadotroper) HypogonadismusHypothalamus oder Hirnanhangsdrüseniedrig oder unangemessen normalHypophysentumor, Prolaktinom, Kallmann-Syndrom, Anabolika
Late-onset Hypogonadismusmeist gemischtunterschiedlichAlter zusammen mit Übergewicht und Begleiterkrankungen

Angeborener und erworbener Hypogonadismus

Ein angeborener Hypogonadismus fällt meist durch eine ausbleibende oder unvollständige Pubertät auf. Ein erworbener Hypogonadismus beginnt nach der Pubertät und zeigt sich durch nachlassende Libido, Erektionsstörungen, Müdigkeit und Muskelabbau. Die einzelnen Auslöser beschreibt die Seite Testosteronmangel Ursachen.

Welche Symptome verursacht Hypogonadismus beim Mann?

Hypogonadismus beim Mann verursacht vor allem nachlassende sexuelle Lust, seltenere Morgenerektionen und Erektionsstörungen. Dazu kommen Müdigkeit, Abnahme von Muskelmasse und Knochendichte, Zunahme des Bauchfetts und eine eingeschränkte Fruchtbarkeit. Die vollständige Übersicht steht auf der Seite Testosteronmangel Symptome.

Wie wird Hypogonadismus diagnostiziert?

Hypogonadismus wird mit passenden Symptomen und zwei morgendlichen Testosteronmessungen unter dem Grenzwert diagnostiziert. LH, FSH und Prolaktin unterscheiden die Formen; bei sekundärem Hypogonadismus mit sehr niedrigem Testosteron oder auffälligem Prolaktin folgt eine Bildgebung der Hirnanhangsdrüse. Den Ablauf der Messung beschreibt die Seite Testosteron Test.

Welche ICD-10-Codes beschreiben Hypogonadismus?

Der primäre Hypogonadismus des Mannes wird in der ICD-10 meist als E29.1, testikuläre Unterfunktion, verschlüsselt. Der hypogonadotrope Hypogonadismus fällt unter E23.0, Hypopituitarismus. Das Klinefelter-Syndrom hat eigene Codes unter Q98.

Wie wird Hypogonadismus behandelt?

Männlicher Hypogonadismus ohne Kinderwunsch wird mit einer Testosteronersatztherapie behandelt, meist als Testosteron Gel oder Testosteron Spritze. Besteht Kinderwunsch und liegt ein sekundärer Hypogonadismus vor, regen hCG und FSH die eigene Hormon- und Samenbildung an, weil zugeführtes Testosteron die Spermienbildung unterdrückt.